Das man sich dieser Tage mit Vorsicht nach Draußen begeben sollte hat Sturmtief “Herwart” bislang deutlich gemacht. Nichtsdestotrotz stand für die SBB Baskets Wolmirstedt am gestrigen Samstag das zweite Auswärtsspiel der laufenden Regionalliga-Saison an. Zu Gast beim SV Empor Berlin wollten die Baskets ihre weiße Weste und die Tabellenführung verteidigen und so unbeschadet wieder in die Ohrestadt zurückkehren. Mit einem deutlichen und am Ende auch mehr als verdienten 95:77-Erfolg gelang den Mannen von Head-Coach Michael Opitz dieses Vorhaben wie erhofft.

Zwei schlechte Nachrichten erreichten die Baskets-Verantwortlichen schon vor Spielbeginn. Mit Acha Njei und Carlo Böttger mussten zwei Akteure vor Spielbeginn aufgrund eines grippalen Infektes passen. Aus diesem Grund schickte Cheftrainer Opitz zu Beginn der Partie mit Adamczak, Karadzhov, Oladipo, Wolfram und Smith eine etwas veränderte Starting-Five auf das Parkett. Die Baskets starteten perfekt in das Spiel und lagen nach Punkten von Adamczak, Smith und Wolfram schnell mit 10:0 in Front. Erst nach vier gespielten Minuten konnten auch die Gastgeber ihre ersten Punkte der Partie erzielen. Nach einem Dreipunktewurf von Cliff Goncalo zum Zwischenstand von 19:6 für die Baskets nahm Empor-Trainer Christian Zühr seine erste Auszeit. Danach lief es für die Hausherren deutlich besser und so kamen die Mannen aus der Bundeshauptstadt bis zum Ende des ersten Spielabschnitts wieder bis auf 26:20 heran. Zu Beginn des zweiten Viertels dann wieder das gleiche Bild wie am Anfang der ersten zehn Minuten. Durch fünf Punkte von Lachezar Karadzhov und vier Zähler von Torsten Ramme stand nach vierzehn gespielten Minuten ein 35:22 aus Sicht der Baskets auf der Anzeigetafel. Im weiteren Verlauf des Viertels lieferten sich beide Mannschaften einen klassischen Schlagabtausch. Auf eine erfolgreiche Aktion des einen Teams folgte eine erfolgreiche des Anderen. Auf Seiten der Baskets war für diese Aktionen vor allem Damon Smith verantwortlich. Auf einen erfolgreichen Mitteldistanzwurf folgte ein Dreier des US-Amerikaners, welcher kurz vor der Pause noch einen weiteren Wurf vom Perimeter folgen ließ. So gingen beide Mannschaften beim Stand von 51:37 in die 15-minütige Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel wollten die SBB Baskets gleich ein Zeichen setzen und legten los wie die Feuerwehr. Femi Oladipo stibitze in der eigenen Hälfte den Ball und versenkte ihn mit einem krachenden Dunking im Korb der Berliner. Weitere Punkte von Goncalo, Oladipo, Karadzhov und Wolfram ließen den Vorsprung schnell auf fast 30 Punkte anwachsen und sorgten somit bis Mitte des dritten Spielabschnitts quasi für die Vorentscheidung. Doch trotz dieser scheinbaren Vorentscheidung schalteten die Jungs um Kapitän Torsten Ramme keinen Gang zurück und setzten sich immer weiter ab. Dass der Sport dann hin und wieder in den Hintergrund tritt zeigte sich in der 28. Spielminute. Als sich die Baskets im Angriff befanden und Cliff Goncalo mit Ball in Richtung Korb unterwegs war stieß dieser mit Empor-Spieler Norbert Opitz zusammen welcher zu Boden ging und sich eine schwere Knieverletzung zuzog. Die SBB Baskets Wolmirstedt wünschen Norbert Opitz auf diesem Wege gute Besserung. Kurz danach war dann auch das dritte Viertel beendet. Durch ein eindrucksvolles 35:10 im dritten Spielabschnitt stand vor Beginn der letzten 10 Spielminuten ein deutliches 86:47 auf der Anzeigetafel in der Sporthalle an der Kniprodestraße. Ein 12:0-Lauf der Hauptstädter ließ den Vorsprung der Baskets zwar schmelzen aber so wirklich gefährlich konnte der SV Empor den Wolmirstedtern nicht mehr werden und so wechselte Head-Coach Michael Opitz in dieser Phase des Spiels auch noch einmal munter durch und gab so allen Spielern die Möglichkeit sich zu beweisen. Die Berliner nutzten dies und schlossen noch einmal etwas auf was den Sieg der SBB Baskets aber nicht mehr gefährden sollten. Am Ende stand ein souveräner 95:77-Sieg der Ohrestädter gegen den SV Empor Berlin.

„Glückwunsch an mein Team. Wir sind heute mit der richtigen Einstellung und der richtigen Intensität in das Spiel gegangen und haben uns so von Beginn an einfache Punkte erarbeiten können. Leider haben wir hin und wieder noch Phasen in unserem Spiel in denen wir dieses Intensitätslevel nicht halten können. Was wir dann allerdings im dritten Viertel auf dem Spielfeld umgesetzt haben, war dann schon sehr gut. Wir haben den Ball gut bewegt und als Team verteidigt. Jetzt genießen wir kurz unseren Erfolg und ab Montag steht dann wieder die Vorbereitung gegen den VfB Hermsdorf auf dem Plan.“, so ein zufriedener Baskets-Trainer Michael Opitz.

Für die SBB Baskets Wolmirstedt spielten: Nico Adamzcak (5), Cliff Goncalo (10), Lazechar Karadzhov (20), Augustas Pampikas (6), Femi Oladipo (9), Steven Monse (3), Damon Smith (13), Pascal Wolfram (12), Simon Obi (0), Torsten Ramme (12), Alexander Schlemmer (1)

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